Über die Messearbeitskreis-Tagungen

Geschichte - Zentrale Aufgaben und Arbeitsweise des Arbeitskreises - Mitgliederzahl und –struktur - regelmäßige Veranstaltungen:

Der Messearbeitskreis ist ein lockerer Zusammenschluss von Vertretern aus den 16 deutschen Bundesländern und Vertretern aus dem deutschsprachigen Raum - wie Österreich und der Schweiz mit jeweils der TU Wien und der Universität Basel -, die mit den Messeauftritten der Hochschulen ihrer Bundesländer wie auch mit Aufgaben der Vermarktung von Wissenschaftsergebnissen beauftragt sind. 

Die Mitglieder des Arbeitskreises kommen zum Teil aus Hochschul-Transferstellen, aus Ministerien oder auch aus Agenturen. 

Der Arbeitskreis tagt regelmäßig zweimal im Jahr an wechselnden Orten.

Angefangen hat alles in Bad Harzburg im August 1992. Die Idee entstand bei den Arbeiten zu einer kleinen Dokumentation - dem Messehandbuch "Hochschulen und Messen". Die damaligen Autoren waren auch die Initiatoren des Arbeitskreises. 

Die Überzeugung, dass ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch unter den Bundesländern für alle Messebeauftragten, wenn es um den Kampf um Messebudgets und auch um mehr Reputation in der  Messelandschaft zugunsten der Wissenschaft ginge, für alle Beteiligten nur von Nutzen sein könne, war die entscheidende Motivation. 

Ziel des Messearbeitskreises ist es, den Gedankenaustausch unter den Bundesländern und Ländern zu pflegen, spannende Themen zu diskutieren und sich gegenseitig auf Aktivitäten und auch Probleme aufmerksam zu machen. Es geht in erster Linie immer um die Themen Wissenschaftsvermarktung, Technologie- und Wissenstransfer und Wissenschaftsmanagement. 

 

Welche Bedeutung haben Messen generell für Hochschulen?

Das Messewesen ist für den Technologietransfer ein wichtiges Kommunikationsinstrument. Die Hochschulen wollen auf Messen vor allem Forschungs- und Entwicklungsergebnisse präsentieren, um Drittmittel für die Forschung einzuwerben. Die Hochschulen suchen Kooperationspartner aus der Industrie, um die Forschungsideen zur Marktreife zu bringen. Daneben nutzen die Hochschulen aber auch Messen, um für ihre Einrichtung und den Wissenschaftsstandort Deutschland zu werben.

Zielsetzungen im Einzelnen sind:

• Standortmarketing für die Hochschul – und Technologieregion

• Leistungsschau von F & E

• Herausstellung einzelner wissenschaftlicher Leistungen aus der Grundlagenforschung und angewandten Forschung

• Ideenbörse und Katalysator für die Vermarktung wissenschaftlicher Ergebnisse

• Darstellung von Kooperationspotentialen

• Erzielung von Synergieeffekte

• Einwerbung von Drittmitteln

• Messebeschickung im Rahmen eines funktionierenden Hochschul-Marketingkonzeptes

• Intensivierung der Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft (Auftragsforschung, gemeinsame Forschungsprojekte)

 

Welchen Umfang haben die Messebeteiligungen von Hochschulen in Deutschland?

Hochschulen und Forschungseinrichtungen stellen als Messeaussteller ein ganz erhebliches Potential dar. Aus allen Bundesländern präsentieren sich pro Jahr ca. 230 deutsche Hochschulen auf Messen im In- und Ausland. Rund 1.600 Messebeteiligungen pro Jahr werden von den Hochschulen organisiert.

 

Gibt es Förderprogramme oder Beteiligungsformen, mit denen Hochschulen bei Messeauftritten unterstützt werden?

Die Unterstützung von Messebeteiligungen für die Hochschulen wird  in Deutschland von Bundesland zu  Bundesland sehr unterschiedlich gehandhabt. Generell ist es so, dass für die Hochschulen eine kostengünstige Variante die Beteiligung an Landesgemeinschaftsständen darstellt. Abhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Hochschulen sind auch Einzelpräsentationen von Hochschulen bzw. Instituten auf den Messen anzutreffen.

Die Unterstützung bei den Landesgemeinschaftsständen erfolgt in der Regel aus dem Haushalt eines Ministeriums/Senats.

 

Mit welchen Themen beschäftigt sich der Messearbeitskreis?

Professioneller Wissens- und Technologietransfer, Wissenschaftsmarketing und
Wissenschaftsmanagement sind die zentralen Themen des Messearbeitskreises.

 

Horst – G. Meier